Mitten im quirligen Paris wird die Französin Juliette durch die aufwühlende Begeg-nung mit der Amerikanerin Sue direkt aus der ehelichen Routine in eine lesbische Affäre katapultiert. Für die kastaniendunkle Juliette das erste Mal. Seit 15 Jahren lebt sie in einer gereif-ten und glücklichen Ehe mit Max, dem Artdirektor einer großen Werbeagentur. Doch als sie die hochgewachsene Amazone mit den fliegenden blonden Haaren, Typ Anni Lennox, in einem offenen britischen Sportwagen in der endlos langen Rue Rivoli erblickt, ist es um sie geschehen. Der Stich geht direkt ins Herz. Unerklärlich. Überwältigend. Ekstatisch. Erst nach einer Verfolgungsjagd quer durch die Stadt stehen sich die beiden Frauen das erste Mal Auge in Auge mit zitternden Knien gegenüber. Kaum auszuhalten. Atem beraubend. Die eigentlich ehetreue Juliette erlebt eine nicht gekannte Zerreißprobe, während Ehemann Max sie derweil zum allwöchentlichen Sundowner im legendären "Ambassador" auf den Champs Élysées erwartet. Er ahnt nicht, dass seine Juliette sich im Taxi auf dem Weg zum ersten Date mit der blonden Sue den ersten Lüsten hingibt, ganz still und nur für sich - und ihren Max schon fast vergessen hat. "Dann rutschen meine Finger, Verzeihung bitte, wie von fremder Hand gezogen, in meinen Schoß, sie schlüpfen unter meinen Rock, gleiten über meine sonnenglatten Oberschenkel hin zu meinem wilden Dreieck. Meine Finger spüren dort die Hitze, füh-len, wie es feucht wird, rutschen schon hinein in meinen Slip, wagen sich durch meine dunklen Kräusellöckchen, meine Finger tasten, suchen, drücken, wow, oh ja, wie gut das tut ..." Unter diesen Umständen verwundert es nicht, dass Juliette auf ihrem Ritt durch die Stadt immer wieder vergisst, dass sie außer ihrer hochgradigen Verwirrtheit noch ein wertvolles Kunstwerk mit sich trägt. Ihr Freund und Kunsthändler Pascal hat es ihr in Kommission anvertraut, einen Druck des Malers Toulouse-Lautrec, schlappe sechzigtausend Euro wert und äußerst hinderlich für ein spontanes Nachmittagsabenteuer. So gerät Juliette schnell zwischen viele Stühle. Doch die Verzückung über ihre spontane Liebe und die Lust auf die Lust mit der rätselhaften Fremden treiben sie voran. Und um sie herum: Paris, die „Stadt der Liebe“. Freund und Kunsthändler Pascal hat ihr erst kürzlich Nachhilfe erteilt über eine spezielle Sichtweise auf die erlesene Bau-kunst dieser Stadt. Pure Erotik, wo man hinschaut ... Man muss es nur erkennen ... Mehr soll jetzt und hier nicht verraten werden. Auf jeden Fall folgt eine betörende Liebesnacht voller Leidenschaft, voll zärtlicher, aber auch handfester erotischer Überraschungen, begleitet von der warmen Freundschaft zweier Frauen. Natürlich geht die Autorin in ihren Beschreibungen wie gewohnt tabulos, doch auch einfühlsam poetisch vor - bis in kleine, interessante Details. „Ich ziehe diese Härchen durch meine Lippen, teile ihre feuchte Vagina mit meiner Zunge, falle ein in ihre Vulva und schlürfe durstig ihren Saft. Er schmeckt nach Zimt und Kürbisöl ....“ Benommen kehrt Juliette am nächsten Vormittag auf die sonnige Terrasse der eheli-chen Wohnung zurück. Dort trifft sie ihren Max erstaunlich entspannt zum gemeinsa-men Frühstück. Alles okay? Alles super? Alles kein Problem in der Stadt der Liebe? Nein, natürlich nicht! Doch wie geht das Leben weiter für Juliette? Was ist der Preis der Liebe? Und von welcher Liebe ist denn nun die Rede?
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